Mehr als nur ein Karton: So werden Verpackungen zur Werbefläche

Mehr als nur ein Karton: So werden Verpackungen zur Werbefläche

Bei Werbung denkt man meistens zuerst an Klassiker wie Plakate oder Social Media. Oder kleine Werbegeschenke, die heute wie selbstverständlich in vielen Paketen landen, um beim Auspacken Freude zu machen. Eine Fläche wird dabei allerdings oft vergessen: die Verpackung selbst. Dabei ist der braune Versandkarton nach der Bestellung das Erste, was Kunden tatsächlich in den Händen halten. Das Gute daran ist: Es braucht keine teuren Spezialanfertigungen, um im Gedächtnis zu bleiben. Schon ein paar kleine Details machen aus einer einfachen Kiste ein starkes Aushängeschild für die eigene Marke.

Die Verpackung gehört zum ersten Eindruck

Ein neutraler brauner Karton erfüllt seinen Zweck: Er schützt die Ware und bringt sie von A nach B. Aus Marketingsicht bleibt dabei allerdings eine Möglichkeit ungenutzt. Denn bevor das eigentliche Produkt ausgepackt wird, nimmt der Empfänger das Paket erst einmal wahr. Eine klar erkennbare Gestaltung kann schon an dieser Stelle vermitteln, von welchem Unternehmen die Lieferung kommt. Das ist vor allem für kleinere Online-Shops interessant. Ganz individuell produzierte Kartons sind nicht für jedes Versandvolumen sinnvoll. Alternativ können einzelne Verpackungselemente gestaltet werden, die ohnehin benötigt werden.

Klebeband kann zwei Aufgaben gleichzeitig übernehmen

Ein Beispiel dafür ist das Packband. Es wird zum Verschließen der Kartons sowieso gebraucht und bietet Platz für Logo, Firmenname oder eine kurze Botschaft. Unternehmen können dafür ganz einfach Klebeband bedrucken lassen und die Gestaltung an den bestehenden Markenauftritt anpassen. Möglich sind zum Beispiel wiederkehrende Logos oder kurze Hinweise. Bei bedruckten PP-Bändern stehen je nach Ausführung verschiedene Grundfarben, Breiten und mehrere Druckfarben zur Verfügung. Die Gestaltung sollte nicht unnötig kompliziert werden. Ein deutlich erkennbares Logo ist wirkungsvoller als ein langer Satz, der sich auf dem schmalen Band eigentlich gar nicht lesen lässt.

Nicht jede freie Fläche muss unbedingt Werbung enthalten

Bei individuell gestalteten Verpackungen entsteht schnell der Wunsch, möglichst viele Informationen unterzubringen. Logo, Internetadresse, Slogan und vielleicht noch ein Hinweis auf Social Media konkurrieren dann um wenige Zentimeter Platz. Das Ergebnis wirkt schnell überladen. Besser ist es, vorab ein klares Ziel festzulegen. Soll vor allem die Marke erkannt werden, reicht meist das Logo oder der Firmenname. Soll das Band eine zusätzliche Funktion erfüllen, kann ein kurzer Hinweis sinnvoller sein. Auch Sicherheitsinformationen lassen sich auf Verpackungsbändern unterbringen. Bedrucktes Klebeband kann beispielsweise sichtbar machen, wenn eine Verpackung bereits geöffnet wurde. Damit verbindet das Material Gestaltung und praktische Nutzung.

Farben, die auch zum übrigen Auftritt passen

Individuelle Gestaltung funktioniert am besten, wenn sie nicht losgelöst vom restlichen Markenauftritt betrachtet wird. Wenn ein Unternehmen auf Website und Werbematerialien eine feste Farbwelt nutzt, sollte diese möglichst auch bei der Verpackung wiedererkennbar sein. Dafür muss der Karton selbst nicht bunt gestaltet werden. Ein schlichtes Paket mit einem farblich passenden Band kann bereits ausreichen. Bei der Druckvorbereitung ist deshalb ein genauer Blick auf die verfügbaren Farben sinnvoll. Für individuell bedrucktes Packband können beispielsweise Pantone-Farben verwendet werden, wodurch sich Unternehmensfarben genauer abstimmen lassen.

Eine gute Verpackung braucht nicht viele Extras

Eine durchdachte Versandverpackung muss also nicht aus einem individuell produzierten Karton, Seidenpapier und vielen Beilagen bestehen. Meist wirkt eine minimalistische Gestaltung um einiges professioneller. Für Unternehmen ist deshalb zuerst die Frage interessant, welche Verpackungsmaterialien ohnehin täglich verwendet werden. Und dort lässt sich ansetzen. Kartons müssen verschlossen werden, Versandetiketten werden benötigt und die Ware braucht Schutz. Wenn man einzelne dieser notwendigen Bestandteile passend zum eigenen Markenauftritt gestaltet, schafft man Wiedererkennung, ohne dem Paket unnötige Materialien hinzuzufügen. Bedrucktes Packband ist dafür nur eine Möglichkeit, zeigt aber gut, wie sich ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand gleichzeitig auch als kleine Werbefläche einsetzen lässt.